PROJEKTE

Diese Seite ist dem Bewirtschaftungskonzept BEWIK gewidmet, das in sich eine Vielzahl von Einzelprojekten umfasst, welche über einen längeren Zeitraum geplant und realisiert werden.

Aktuelle Informationen über die Bearbeitung und den Stand wichtiger Projekte erfahren Sie in der Spalte Neues vom WUL.

Mit der Eigentumsübertragung sämtlicher Wasserversorgungsanlagen des Primärsystems waren die Voraussetzungen zur Bewirtschaftung der Anlagen geschaffen. Im Dezember 2001 wurde das Ingenieurbüro Ryser AG in Bern beauftragt, ein Bewirtschaftungskonzept zu erarbeiten. Das Konzept wurde im Februar 2003 fertiggestellt.

Bei den Grund- und Quellwasserfassungen stand einem Spitzentagesverbrauch von 16‘000 m3 Wasser ein Dargebot von 40‘000 m3 gegenüber. Der Tagesverbrauch für das Jahr 2030 wurde mit 20‘000 m3 prognostiziert. Zählte man am 31.12.2002 30‘757 Einwohner so rechnete man für das Jahr 2030 mit 35‘100 Einwohnern. Wie die Zahlen zeigen, bestanden enorme Überkapazitäten. Einige der Anlagen wurden bereits zwischen 1945 und 1950 erstellt. Das heisst, umfangreiche Sanierungsarbeiten standen bevor. Unter Berücksichtigung der Werterhaltungskosten und der Betriebskosten wurden mit dem Bewirtschaftungskonzept Entscheidgrundlagen erarbeitet die aufzeigten, auf welche Anlagen verzichtet werden kann, welche Anlagen saniert werden und welche Anlagen neu gebaut werden müssen. Für die Umsetzung aller Massnahmen wurde festgelegt, dass Versorgungssicherheit an erster und die Wirtschaftlichkeit an zweiter Stelle stehen muss. Die Delegierten wurden im April 2003 orientiert.

Unter Vorbehalt der Genehmigung der einzelnen Kredite, hat der Verbandsrat im September 2003 den Massnahmen der Phase BEWIK 1 für die Umsetzung des Bewirtschaftungskonzeptes zugestimmt. Die Massnahmen betrafen vorab die Stilllegung und den Rückbau von Anlagen, auf die ersatzlos verzichtet werden konnte. Dies betraf insbesondere die Stilllegung der Anlagen Grundwasserfassung Winkelacker in Bützberg, Grundwasseranreicherung Grossmatt Langenthal und Reservoir Muniberg Aarwangen. Neben weiteren Massnahmen konnte BEWIK 1 wie geplant Ende 2008 abgeschlossen werden.

Die Planung für die Durchführung der Phase BEWIK 2 fand 2009 statt. Die Realisierung einer oberen Druckzone mit dem Bau eines neuen Reservoirs auf dem Rappenchopf bei Lotzwil, dem Ersatz des Leitsystems, dem Ringschluss Bleienbach – Thunstetten sowie kleineren flankierenden Massnahmen. Die zuständigen Organe haben den Massnahmen BEWIK 2, mit einem Kostenrahmen von gut 13 Millionen im Realisierungszeitraum 2010 bis 2014, zugestimmt.

Die Durchführung der Phase BEWIK 3 soll unmittelbar nach Abschluss von BEWIK 2 erfolgen. Vorbereitende Gespräche auf Ebene der Kantone Solothurn und Bern finden bereits jetzt statt. Kernstück dieser Phase wird die Realisierung eines unabhängigen Wasserbezugsortes sein. Möglichen Optionen sind der Bau einer WUL- eigenen Anlage oder eine grossräumigere und überregionale Vernetzung von Wasserversorgungen wie sie in der Studie SOLAQUA beschrieben ist. Wie, wann und zu welchen Kosten dies letztendlich geschehen kann, hängt im Wesentlichen vom politischen Willen in der Region ab. Der WUL bevorzugt eine partnerschaftliche Lösung von der die ganze Region profitieren kann.